Mach mit! Sag "Nein!" zu Cybermobbing

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FAQ / Ratgeber

  1. Was versteht man unter dem Begriff Cyber-Mobbing? Beim Cyber-Mobbing werden Personen gezielt und meist über einen längeren Zeitraum über moderne Kommunikationsmittel beleidigt. Oft handelt der oder die Täter anonym, so dass sich die Taten nicht zurückverfolgen lassen. In den meisten Fällen kennen sich Opfer und Täter aus dem realen Leben, das Opfer kann dadurch rund um die Uhr belästigt und beleidigt werden - nicht mal mehr das eigene Zuhause schützt nun vor Mobbingattacken.
    Beleidigungen die im Netz veröffentlicht werden, sind für die ganze Welt sichtbar. Sie sind außerdem schwer zu löschen und können durch die Präsenz des Internets unglaublich schnell viele Menschen erreichen.
    Bei Wikipedia wird Cyber-Mobbing und dessen Ursachen sehr gut beschrieben.
  2. Kann man in Deutschland wegen Cyber-Mobbing verurteilt werden? Jede Form der Beleidigung und Verleumdung - auch im Internet - kann bestraft werden. Sobald ein Opfer bei der Polizei Anzeige erstattet, kann in einigen Fällen der Urheber des Beitrages ausfindig gemacht werden und wird für seine Tat zur Verantwortung gezogen.
    Sowohl Beleidigung als auch Verleumdung sind in Deutschland Straftaten (§185 und §187 StGB). Da das Internet als öffentlicher Raum gilt, kann für Erwachsene eine Höchsstrafe von 5 Jahren bzw. bei Jugendlichen von 10 Monaten verhängt werden.
    Zudem gibt es bei zivilrechtlichen Prozessen extrem hohe Schadensersatzklagen. In Berlin wird aktuell ein Fall verhandelt, bei dem Täter identifiziert wurden und nun mit einer Geldstrafe von bis zu 70.000€ rechnen müssen.
  3. Wie kann ich mich rechtlich gegen Cyber-Mobbing wehren? Die deutschen Behörden geben ihr bestes um gegen Cyber-Mobbing vorzugehen. Daher ist es am effektivsten, wenn man sich die Beleidigungen ausdruckt, Kopien von diesen speichert und anschließend damit zur Polizei geht. Diese kann dann nach dem Urheber fahnden und gegen ihn vorgehen.
    Lies am besten gleich auch noch was du als Opfer von Cyber-Mobbing tun solltest.
  4. Ab wann ist etwas Mobbing?
    Das Wort "Mobbing" kommt aus dem Englischen von "to mob", was so viel heißt wie "jemanden angreifen" oder "jemanden bedrängen". Mobbing kann viele Arten haben: Sowohl verbale Beleidigungen und Verleumdungen als auch unterschwellige Ausgrenzung, das Verbreiten von Gerüchten oder ein körperlicher Angriff kann Mobbing sein. Natürlich gibt es hier keine klare Grenze.
    Sobald man jedoch davon ausgehen kann, dass sich jemand beleidigt, gekränkt oder verletzt fühlen könnte, sollte man doch besser mal ein Kommentar für sich behalten.
    Hier gilt ein einfacher  Grundsatz: 

    Schreib nichts, was du nicht über dich lesen willst.


  5. Was tue ich als Leser, wenn ich einen Fall von Cyber-Mobbing entdecke? Auch als Leser sollte man solche Fälle nie überlesen oder ignorieren. Es ist ganz wichtig, solche Fälle von Cyber-Mobbing zum Thema zu machen und das Gespräch mit Täter, Opfer und Experten zu suchen. Als Schüler ist es daher ratsam, sich zuerst an einen Lehrer seines Vertrauens zu wenden oder eine Person aus unserer Liste der Ansprechpartner zu kontaktieren.
    Wenn du einen Fall von Cyber-Mobbing entdeckt hast, und nicht weißt, wie du damit umgehen sollst, kannst du dich auch gerne direkt an uns wenden. Wir helfen dir gerne und so gut wir können.
  6. Wie kann ich Cyber-Mobbing auf Facebook & Co. verhindern? Wenn dir ein Fall von Cyber-Mobbing auf einer Social-Media-Plattform wie Facebook, SchülerVZ & co. aufgefallen ist, hast du meistens eine Möglichkeit den Nutzer sperren zu lassen. In der Regel findest du auf dem Profil des Täters eine Möglichkeit diesen zu "melden". Unter Angabe des Grundes hast du nun die Chance den Nutzer für seine Kommentare zur Verantwortung zu ziehen. Die meisten dieser Seiten handeln innerhalb weniger Tage, fertige daher unbedingt Kopien von den Beleidigungen an, damit du später etwas in der Hand hast. Solltest du Hilfe beim Umgang mit den Netzwerken benötigen, kannst du dich gerne bei uns melden.


  7. Was kann ich als Opfer von Cyber-Mobbing tun? Ganz wichtig: Rede über das Problem und glaube nie, dass du alleine mit Cyber-Mobbing fertig wirst. Am besten wendest du dich an eine Person, der du vertraust: Eine(n) FreundIn, LehrerIn oder deine Eltern. Wir haben auf dieser Seite außerdem eine Reihe von Ansprechpartner aufgelistet, die dir auch gerne bei jeder Art von Mobbing zur Seite stehen.
    Mach Cyber-Mobbing auch außerhalb der virtuellen Welt zum Thema und rede über deine Probleme - so kann man solche feigen Beleidigungen bekämpfen. Die meisten Probleme lassen sich über das Gespräch mit dem Täter lösen.
  8. An wen kann ich mich wenden, wenn ich an meiner Schule auch eine solche Aktion starten will? Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung! Es ist immer der richtige Weg, Probleme offensiv anzugehen und ein Phänomen wie Cyber-Mobbing unter Schülern bekannt zu machen und so zu bekämpfen.
    Natürlich stehen wir, als Initiatoren von iHateGossip, gerne für deine Fragen zur Verfügung. Außerdem kannst du dich jederzeit an die Experten, die auf unserer Seite genannt werden, wenden. Wenn du wissen willst, welche Aktionen wir durchgeführt haben, kannst du dir außerdem die Dokumentationsseite unserer Schule ansehen - und wenn du schon dabei bist, gleich eine Seite für deine Schule erstellen. So kannst du dich mit anderen vernetzen und von deinen Erfahrungen berichten.
  9. Warum habt ihr die Aktion iHateGossip gestartet? Als wir von der Seite "iShareGossip" und den unglaublichen Kommentaren auf dieser erfuhren, waren wir sehr geschockt. Wir hatten immer das Gefühl, an einer Schule zu lernen, an der ein sehr gutes Schulklima herrscht und an der sich die Schüler schätzen. Die Kommentare auf dieser Seite waren genau das Gegenteil von dem, was wir täglich in der Schule erlebten. Da wir unser gutes Schulklima sehr schätzen und uns für einen freundlichen Umgang unter Schülern einsetzen, haben wir uns entschlossen aktiv gegen Cybermobbing vorzugehen.
    Mit unserer Aktion iHateGossip hatten wir sehr großen Erfolg. Wenn ihr wissen wollt, wie unsere Aktionen abgelaufen sind, guckt doch einfach auf den Aktionskalender unserer Schule.
  10. Woher kommt der Name "iHateGossip" Der Name "iHateGossip" ist eine Anlehnung an die Lästerplattform "iShareGossip" (englisch: "Ich verteile Gerüchte"). Wir wollten mit unserem Namen klarstellen, dass wir mit solchen "Gerüchte" - die meist erfunden und schwer beleidigend sind - nichts zu tun haben wollen.
  11. Was war "iShareGossip"? "iShareGossip" war eine Plattform, die vor allem in Berlin und Hamburg für große Diskussionen gesorgt hat. Auf der Internetseite wurde es jedem Schüler ermöglicht anonym andere Schüler und Lehrer der Schule zu beleidigen oder bloßzustellen. Mit einem "Daumen hoch" / "Daumen runter" konnten andere Nutzer Gerüchte bewerten und so weiter verteilen. Alle Kommentare waren öffentlich einsehbar und über einen langen Zeitraum hinweg auch über Google zu finden.
  12. Warum war es so schwierig gegen "iShareGossip" vorzugehen?

    Die Seite isharegossip.com hat seinen Urheber durch ein verzweigtes System verschleiert. Während als Verantwortlicher eine Briefkastenfirma in Lettland gemeldet ist, sind alle Daten beim schwedischen Provider prq.se gelagert, der unter anderem auch Wikileaks unterstützt.
    Da die Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden noch nicht gut funktioniert und in anderen europäischen Staaten andere Maßstäbe für Beleidigungen angelegt werden, kann man gegen solche Seiten kaum vorgehen. Neben dem Appell an die Behörden in den entsprechenden Ländern ist die einzige weitere Möglichkeit der deutschen Behörden die sogenannte Indizierung, bei der eine Seite über Suchmaschinen wie Google oder Yahoo nicht mehr zu finden ist. Seit dem 24. März steht die Seite durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) auf dem Index. Nachdem zum Ende des Schuljahres 2011 viele Schüler gegen die Seite vorgingen und dadurch unbenutzbar machten, ist sie mittlerweile dauerhaft nicht mehr zu erreichen.

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